Bergwerk von Cave del Predil

Eine Reise unter Tage in die Zeit der Bergleute

Einführung

Das Bergwerk Raibl, besser bekannt als Cave del Predil, liegt in der Provinz Udine, wenige Kilometer von Tarvisio entfernt. Seit 1991 ist sie geschlossen und kann nun im Rahmen einer einstündigen Führung besichtigt werden. Die Tour ist sehr interessant: Die Struktur des Bergwerks, der Prozess der Mineraliengewinnung und die Methoden des Transports nach draußen, die Maschinen und die Beschreibung des Arbeitslebens unterhalten den Besucher und lassen ihn an einem Kontext teilhaben, der weit vom Gewöhnlichen entfernt ist. Der Steinbruch war auch Zeuge wichtiger Kriegsereignisse, denn einer seiner Tunnel wurde während des Ersten Weltkriegs genutzt, um mehrere hunderttausend österreichisch-ungarische Soldaten ungesehen nach Caporetto zu bringen, wo die berüchtigte Schlacht stattfand.

Warum besuchen

01.

Eine Reise durch die Zeit

Bergwerksarbeit und Bergbauprozesse haben eine lange Geschichte. Der Besuch zeichnet diese Schritte in verschiedenen historischen Kontexten nach.

02.

Die geführte Tour

Die Führung zeigt anschaulich die Details der Arbeit im Bergwerk. Er nimmt den Besucher mit auf eine Entdeckungsreise durch die unterirdische Umgebung, die Bergwerksgänge und die Phasen der Bergbauarbeiten.

03.

Lehrreich und für alle

Der Rundgang durch das Bergwerk ist einfach und für alle geeignet. Die Strecke ist etwa 1 km lang und verläuft auf einem künstlich angelegten Weg ohne Höhenunterschiede, teils zu Fuß, teils mit einem elektrischen Zug. Der Rundgang ist auch für Kinder geeignet und sehr lehrreich.

Die Touren und der geführte Besuch im Bergwerk

DER BERGBAUKOMPLEX UND DIE BESUCHBAREN GEBIETE

Der Bergbaukomplex erstreckt sich über 130 km Stollen, die sich auf 23 Ebenen verteilen. Der für Besucher zugängliche Bereich ist die Ebene Null, wo man einen Teil zu Fuß und einen Teil mit einem kleinen Elektrozug zurücklegt und dabei auch durch einige große, in den Fels gehauene Säle fährt.

DIE ROUTE IN DEN TUNNELN

Das Bergwerk von Cave ist dank eines Weges zugänglich, den man sicher auf einem glatten und festen, künstlich angelegten Untergrund zurücklegen kann – teils zu Fuß, teils mit einem kleinen Elektrozug. Das Einzige, worauf du achten solltest, ist, nicht auf den Holzbrettern zu laufen, die an einer Stelle verlegt sind, da sie durch Feuchtigkeit rutschig sein können. Der Weg ist auch für Kinder geeignet, einfach und hindernisfrei. Die Stollen sind recht breit und wirken nicht beengend.

DAUER UND VERLAUF DES BESUCHS

Die Führung dauert etwa eine Stunde und findet teils zu Fuß, teils mit einem kleinen Elektrozug statt; die Strecke ist etwas mehr als einen Kilometer lang. Entlang der Strecke kannst du die Erzadern beobachten und erfährst mehr über die Abbaumethoden – von den ältesten, bei denen das Gestein stundenlang mit brennendem Holz erhitzt und anschließend mit starken Kaltwasserstrahlen abgekühlt wurde, wodurch es zerbrach, bis hin zu den modernsten, bei denen Sprengstoff zum Einsatz kommt. Beim Spaziergang auf den Gleisen wird erklärt, wie diese funktionieren, ebenso wie die Waggons und die verschiedenen Maschinen, die damals verwendet wurden. Unterwegs kommst du auch am Camerone di Santa Barbara und am Pozzo Layer vorbei, wo sich zwei Aufzüge befinden, die bis in eine Tiefe von 240 m hinabführen.

Wenn du das Bergwerk verlässt, solltest du unbedingt das gepflegte und sehr erklärende Museum besuchen, das das Erlebnis abrundet und dem Betrachter den Geist der damaligen Zeit vermittelt.

EMPFEHLUNGEN

Der Besuch im Bergwerk stellt keine technischen Schwierigkeiten dar, aber der Weg kann an einigen Stellen aufgrund der Luftfeuchtigkeit von 98 % rutschig sein. Geschlossenes Schuhwerk, wie Turnschuhe oder Wanderschuhe, ist erforderlich. Den Schutzhelm bekommst du am Eingang. Die Temperatur beträgt konstant 6 °C. Wir empfehlen, eine dicke Jacke und lange Hosen zu tragen.

Geschichte erzählt im Bergbaumuseum

DIE EHEMALIGEN VERWALTUNGSBÜROS UND DER TRESORRAUM

Im Jahr 1991 folgte auf die erzwungene Schließung der Mine, deren Ader noch weitere 20 Jahre hätte ergiebig sein können, ein großer Protest der gesamten Gemeinde mit anschließender Besetzung des Steinbruchs, die 17 Tage dauerte. Das lag nicht nur daran, dass die Mine vielen Familien den Lebensunterhalt sicherte, sondern auch daran, dass die Bewohner von Cave ein starkes Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit verspürten und die Mine, entgegen der landläufigen Meinung, sehr geliebt wurde. Bei einem Besuch in den Verwaltungsbüros zeigt sich dieser Sinn für Inklusion noch immer in den alten Fotos, den geselligen Bereichen, dem „Frauenzimmer“ und dem Feierabendraum des Unternehmens. Alle Bereiche sind unverändert geblieben und man kann die Buchhaltungsinstrumente, den Tresorraum mit den Safes und die Rentenkasse, das Büro des Direktors und die Verwaltungsbüros sehen.

DER VIDEORAUM

Die fröhliche Atmosphäre und das starke Zusammengehörigkeitsgefühl der gesamten Gemeinschaft von Cave del Predil werden in den Interviews mit Bergleuten und Dorfbewohnern deutlich, die im Videoraum im ersten Stock zu sehen sind. Die Geschichten vermitteln die Bitterkeit der Schließung der Mine, veranschaulichen aber auch einige der Abläufe im Bergbau.

Reservierungen, Zeiten und Preise

ÖFFNUNGSTAGE UND -ZEITEN

Das Bergwerk in Cave del Predil ist das ganze Jahr über geöffnet, aber die Besichtigungstage und -zeiten variieren je nach Jahreszeit. In den Monaten Juni, Juli und August ist sie in der Regel täglich von 09:00 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Von Oktober bis Mai ist sie nur samstags und sonntags geöffnet, mit einer Führung um 11:00 Uhr und einer um 14:30 Uhr. Das Bergwerk kann auch an nationalen Feiertagen besichtigt werden, außer am 24. und 25. Dezember, sowie täglich vom 26. Dezember bis zum 10. Januar.

DAUER DES BESUCHS

Die Führung dauert eine Stunde. Zusätzlich gibt es einen Teil, der dem Museum für Bergbautradition gewidmet ist, der im Ticket enthalten ist und wichtig ist, um zu verstehen, was man im Steinbruch gesehen hat.

KOSTEN DER FAHRKARTE

Der Einzelpreis des Tickets beträgt 15 € für die normale und 12 € für die ermäßigte Karte und beinhaltet den Besuch des Internationalen Geomining Parks und des Bergbaumuseums. Wenn du Interesse hast, kannst du für 18 € auch das Militärhistorische Museum „Alpi Giulie“ besuchen, das nicht weit entfernt liegt.

RESERVIERUNGEN

Jede Tour hat eine begrenzte Anzahl von Plätzen und das Bergwerk zieht viele Besucher an; daher ist eine Voranmeldung notwendig.

Ankommen und Parken

Der Eingang zum Bergwerk befindet sich etwa 50 Meter vom Museum für Bergbautradition entfernt, wo sich auch der Ticketschalter befindet. Vor dem Museum und in der unmittelbaren Umgebung gibt es kostenlose und einfache Parkplätze.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Der Rundgang durch die Stollen unterliegt einigen Einschränkungen. Da der elektrische Zug nun in Betrieb ist, empfehlen wir dir, dich direkt an das Besucherzentrum zu wenden, um zu klären, ob der Rundgang deinen Bedürfnissen entspricht.

Ja. Die Tour durch das Bergwerk findet teils zu Fuß und teils mit einem kleinen Elektrozug statt.

Das Militärhistorische Museum der Julischen Alpen verfügt über umfangreiches Archivmaterial, einige Waffen und andere Kriegsgegenstände aus verschiedenen Epochen, angefangen bei den Napoleonischen Kriegen
bis hin zum Zweiten Weltkrieg.

Drinnen herrscht zu jeder Jahreszeit eine konstante Temperatur von 6 Grad und die Luftfeuchtigkeit liegt bei 98 %. Du brauchst eine Jacke und festes Schuhwerk, sogar mitten im Sommer.

Informationen anfordern

In diesem Bereich kannst du Informationen zum Besuch des Bergwerks anfordern. Eine Voranmeldung ist obligatorisch.

INFORMATIONS- UND BESUCHERZENTRUM DES MUSEUMS:

Museo Miniera Cave del Predil
Largo Mazzini, 7
Cave del Predil
33018 – Tarvisio (UD)

ÖFFNUNGSZEITEN DES BESUCHERZENTRUMS

  • Juni bis September: täglich von 9.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.30 Uhr.
  • Oktober bis Mai: Freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

TELEFON:

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